Statement

New Works

"Szenen-heimlich, unheimlich"

 

Gruppen, bestehend aus Fabelwesen, Tieren und realen Figuren sind zu unterschiedlichen, bühnenhaften Szenen zusammengeführt.

Sie sind an historische und religiöse Themen angelehnt, wie das große Gemälde:

" ABENDMAHL".

Herausgelöst aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang werden die Protagonisten zu Zeitgenossen, ironisch grundiert.

Die Künstlerin fügt den Bildern durch ihre intensive und ausdrucksstarke Malweise eine eigene Bedeutungsebene hinzu.

Die Gesichter der verschiedenen Wesen blicken spöttisch oder zumindest sehr selbstbewusst auf den Betrachter und lösen bei ihm Neugierde und leichte Unsicherheit aus.

Er bekommt entschieden das Gefühl, ihm entgehe etwas, das die Gruppe längst erkannt hat.

Juliane Hundertmark nennt ihr Ausgangsthema für die neuen Arbeiten:

" Der menschliche Makel".

Ihr Thema ist die Schwäche des Menschen, die Fallhöhe des Unvermögens, der Abgrund seines Daseins, sozusagen seine dunkle Seite.

Diese Bedeutungsebene wird durch die verwendeten dunklen romantischen Farben unterstrichen.

Es sind romantische Schlachtenbilder.

Bildtitel sind in die Malerei integriert, wobei die Schriftzüge aus Spitze und Verbandsmull geformt sind.

Eine weitere Werkgruppe bilden die Arbeiten, auf denen bildfüllende Köpfe von Hunden und Katzen dargestellt sind.

Sie sind häufig Abbildungen von Gemütszuständen.

Die Darstellung tierischer Mimik umfasst Gefühlsregungen wie Trauer, Neugierde und Wachsamkeit. Die Darstellung steht dem menschlichen Ausdruck in nichts nach und kann als explizites Selbstbildnis ausgewiesen werden.

 

 

 

 

 

Earthlings

 

Bewohner der Erde

 

Da wir alle die Erde bewohnen, kann man uns alle als „Earthlings“ ansehen.

 

Der Begriff „Earthlings“ ist frei von Sexismus, Rassismus oder Speziesismus.

 

Er umfasst ein jeden von uns: Warm- und Kaltblüter, Säugetiere, Wirbeltiere und Wirbellose, Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische und Menschen ebenso.

 

Da die Menschen nicht die einzige Spezies auf diesem Planeten sind, teilen sie diese Welt mit Millionen anderer Lebewesen. Wir alle entfalten uns hier gemeinsam.

 

Dennoch ist es der Mensch - Earthling, der dazu neigt, die Erde zu dominieren und häufig andere Mitbewohner und Lebewesen als bloße Objekte zu behandeln.

Das ist mit Speziesismus gemeint.

 

Analog zu Rassismus und Sexismus bedeutet der Begriff „Speziesismus“ ein Vorurteil oder eine parteiische Haltung zugunsten der Interessen der Angehörigen der eigenen Spezies und gegen jene der Angehörigen einer anderen Spezies.

 

Wenn ein Lebewesen leidet, kann es keine moralische Rechtfertigung geben, warum sich jemand weigern sollte, dieses Leiden zu berücksichtigen.

 

Gleichgültig welcher Art das Wesen ist, das Prinzip der Gleichheit erfordert, dass ein Leid und ein ähnliches Leid eines anderen Lebewesens gleich zählen.

 

Rassisten verletzen das Prinzip der Gleichheit, indem sie den Interessen von Angehörigen ihrer eigenen Rasse größeres Gewicht beimessen, wenn es einen Interessenkonflikt zwischen ihren Angehörigen und den Angehörigen einer anderen Rasse gibt.

 

Sexisten verletzen das Prinzip der Gleichheit, indem sie den Interessen des eigenen Geschlechts Vorrang verleihen.

 

Und ganz ähnlich erlauben Speziesten, dass sich die Interessen ihrer Spezies über die größeren Interessen von Angehörigen andere Spezies hinwegsetzen.

 

In jedem Fall ist das Muster identisch.

 

Auch wenn wir zwischen den Mitgliedern der Menschenfamilie den moralischen Imperativ des Respekts anerkennen – Jeder Mensch ist eine Person, nicht ein Ding -, tritt moralisch geringschätzige Behandlung auf, wenn in einem Machtverhältnis die Stärkeren die weniger Starken so behandeln, als wären sie bloße Objekte.

 

Der Vergewaltiger macht das mit dem Vergewaltigungsopfer – der Kinderschänder mit dem Kind – der Herr mit dem Sklaven.

 

In allen solchen Fällen beuten Menschen mit Macht solche aus, die keine haben.

Trifft das auch darauf zu, wie Menschen andere Tiere, andere Earthlings behandeln?

 

Zweifellos gibt es Unterschiede, da Menschen und Tiere nicht in jeder Hinsicht gleich sind.

 

Aber die Frage nach Gleichheit trägt noch ein anderes Gesicht.

 

Zugegeben: die Tiere haben nicht all die Wünsche, die wir Menschen haben.

 

Zugeben: sie verstehen nicht alles, was wir Menschen verstehen.

 

Nichtsdestotrotz haben wir und sie einige gemeinsame Bedürfnisse und verstehen in der Tat einige gemeinsame Dinge.

 

Der Wunsch nach Nahrung und Wasser, Schutz und Gesellschaft, Bewegungsfreiheit und die Vermeidung von Schmerzen – diese Bedürfnisse werden von Tieren und Menschen gleichermaßen geteilt.

 

Und was das Begriffsvermögen anbelangt:

Genau wie wir Menschen verstehen viele Tiere die Welt, in der sie leben und sich bewegen. Anders könnten sie gar nicht überleben.

 

So existiert neben den vielen Unterschieden doch Gleichheit.

 

Wie wir verkörpern diese Tiere das Mysterium und Wunder des Bewusstseins.

 

Wie wir sind sie nicht nur auf der Welt, sondern sind sich ihrer bewusst.

 

Wie wir sind sie das psychische Zentrum eines ihnen eigenen Lebens.

 

In diesen fundamentalen Aspekten stehen die Menschen gewissermaßen „auf allen Vieren“ mit Schweinen und Kühen, Hühnern und Truthähnen.

 

 

Was diesen Tieren gebührt, wie wir sie moralisch richtig behandeln sollten, das sind Fragen, deren Beantwortung damit anfängt, dass wir unsere psychologische Verantwortung mit ihnen erkennen.

 

 

 

Quelle: www.veg-tv.info , Link: “Earthlings“